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Herberts Mambo und Tinas Hüftschwung

Drei Hitgiganten

Herberts Mambo und Tinas Hüftschwung 
24.08.2010 - METTENHEIM / VG EICH,  von Angela Zimmermann 
EICHER MUSIKTAGE Im Mettenheimer Herrngarten begeistern Imitatoren mit Grönemeyer-, Turner- oder Westernhagen-Shows 
Wenn Bernd W. Wuttke zum Mikrofon greift, wird aus ihm Herbert Grönemeyer. Lediglich optisch unterscheidet er sich von dem großen deutschen Sänger, stimmlich hingegen ist er nicht als Imitator zu entlarven. Nicht umsonst gilt er als „Deutschlands beste Grönemeyerstimme“. 
Er eröffnete den Hit-Giganten-Abend im Mettenheimer „Herrngarten“ im Rahmen der Eicher Musiktage mit Grönemeyers größten Erfolgen, aber auch mit weniger bekannten Stücken. Das Publikum war vom ersten Moment an hingerissen von der Authentizität der Stimme. Obwohl genügend Stühle bereit standen, bevorzugten viele Zuhörer die Stehtische, denn Wuttkes Temperament verleitete im Nu zum Tanzen. Er selbst steht keine Sekunde still, ist ständig in Bewegung. Hände, Beine oder auch der ganze Körper, sein Gesang ist stets begleitet von Gesten. In seinen roten Hosen, dem roten T-Shirt und der lässigen schwarzen Jacke ist Wuttke, auch wenn er dem „großen Meister“ nicht unbedingt ähnlich sieht, auf jeden Fall ein Blickfang. 
Ohne Pause präsentierte er einen Hit nach dem anderen und schaffte es dabei immer wieder, auch das Publikum einzubeziehen. Bei „Männer“ lieferten er und seine Band eine grandiose Performance ab. Spätestens bei dieser Nummer tauten auch die zurückhaltendsten Zuhörer auf und sangen Wort für Wort mit. Bei seinem „Mambo“ tanzten sogar jene Besucher, die sich in den Catering-Bereich zurückgezogen haben. Denn auch dort ließ sich das Programm genießen. 
VG-Mitabeiter hatten den „Herrngarten“ in ihrer Freizeit liebevoll gestaltet und ein einmaliges Ambiente mit unzähligen bunten Lichtern und Kerzen gezaubert. 
Nach Wuttkes fulminantem Auftakt gab sich eine wahrhaftige „Grande Dame“ die Ehre: Ute Seifarth stand als Tina Turner auf der Bühne. Anders als ihr Vorgänger ist sie optisch kaum von ihrem Idol zu unterscheiden. Ein gold-funkelndes knappes Kleid, Tina-Turner-Perücke und ein Hüftschwung, der sich sehen lassen kann - das ist Seifarths Erfolgsrezept. Ihre Stimme wirkt nicht ganz so authentisch wie die des Grönemeyer-Imitators. 
Trotzdem präsentierte sie die Lieder mit kraftvoller Stimme und überzeugte das Publikum mit Evergreens wie „What’ s Love“, „Private dancer“ oder auch dem 007-Soundtrack „Goldeneye“. 
Zu fortgeschrittener Stunde betrat der letzte der „Hit-Giganten“ die Bühne. Der erste Eindruck bereitete den Zuschauern Kopfzerbrechen. Denn Andreas Graumitz klingt nicht nur wie Marius Müller Westernhagen, sondern sieht ihm auch noch täuschend ähnlich. Mit ihm erreichte die Stimmung ihren Höhepunkt. Der ausgebildete Graumitz machte seinem Vorbild alle Ehre. Seine Begeisterung für den großen Künstler zog auch das Publikum in Windeseile in seinen Bann und selbst die älteren Zuhörer wippten plötzlich im Takt. Der neue Tag hatte längst angefangen, als auf der Bühne schließlich die Lichter erloschen.


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