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*............begnadeter Grönemeyer-Interpret

Bernd W. Wuttke (BWW) - SOLO

"Alt wie ein Baum" möchten die Puhdys gern werden aber von der "Rockerrente" sind sie noch weit entfernt. Jedenfalls ließen es die Publikumslieblinge am Sonnabend, dem 26. November, bei der TLZ-"Traumzeit" in der Erfurter Messehalle richtig krachen. Und rund 10 000 Fans feierten "Maschine" & Co und weitere Oldie-Legenden bei der nun schon sechsten musikalischen Reise in die Rock- und Pop-Vergangenheit. "Traumzeit angesagt" hatte Rock-Lady Petra Zieger als gebürtige Erfurterin den Reigen der Oldie-Giganten mit ihrer Band mitreißend eröffnet, nachdem die Ostthüringer Cover-Formation "Dirty Voice" schon kurz nach Öffnung der Messehalle für ein starkes "Warm up" gesorgt und die Stimmung bereits kräftig angeheizt hatte. Denn "Dampf machen", darauf verstehen sich die Musiker von "Dirty Voice" um Front-Frau Ute Seifarth und "Yogi" Seifarth, die früher bei der Berliner Dampferband spielten. 
Entsprechend hoch schlugen die Wellen der Begeisterung dann auch gleich bei Petra Zieger ("Katzen bei Nacht"), die sich sehr darauf gefreut hatte, mit ihrer Band wieder mal vor heimischer Kulisse aufzutreten und viele alte Freunde zu treffen. "Wahnsinn" staunte die Rock-Lady, als tausende Fans ihr schon beim "Traumzeit-Opening" lautstarken anhaltenden Beifall zollten und dann auch beherzt als Publikums-Chor in den von ihr interpretierten Karat-Kult-Hit "Über sieben Brücken" mit einstimmten. Gern hätten die Zieger-Fans mehr Titel von ihrer Rock-Lady gehört, doch diesen Spielraum ließ das proppevolle Traumzeit-Programm nicht zu. 
Guten alten Rockn Roll vom feinsten servierten die munteren Teddy-Boys von "Showaddywaddy" und unterstrichen dabei einmal mehr, dass der "Rockabilly" fortlebt - vor allem bei den Oldie-Fans. Und dass die Briten eigentlich mit ihrer Erfolgen immer eine Cover-Band geblieben sind, dass ist bei ihrer verrrückten Spiellaune kein Problem. Hits wie "Under The Moon Of Love" oder "Three Steps To Heaven" sind mit "Showaddywaddy" einfach kultig. 
Bei den "Animals" ging dann unter den Musik-Kennern erst einmal das Rätseln los, in welcher Besetzung sie denn auftreten, zu oft wechselten die Musiker in den Jahrzehnten. Vom Original ist zwar nur Drummer John Steel geblieben, aber mit Pete Barton, Mickey Gallagher und John Williamson stellte sich in Erfurt eine "Animals"-Formation vor, die auch mit den uralten Kult-Hits wie "The House Of The Rising Sun" oder "We´ve Gotta Get Out Of This Place" gefielen und prompt gefeiert wurden. 
Einen sympathischen Eindruck hinterließen auch die "Hollies" mit ihren alten gefälligen Harmonie-Songs wie "Sorry Suzanne", "On A Carousel" oder "I`m Alive". Das war leicht verdauliche Popmusik-Kost, eingängig, aber eben doch nicht so kultig wie einige Top-Titel, welche die "Rubettes" in ihrem traditionellen Outfit und ihrer beherzten Spiellaune servierten. Etwa "Juke Box" oder der Gassenhauer "Sugar Baby Love". Das sind eben die Oldie-Hits, an denen die Herzen hängen, welche die Fan-Gemeinde zusammen hält. 
Bei den "Puhdys" ging dann richtig die Post ab, die Alt-Rocker zeigten - zumindest musikalisch - keinerlei Spuren von Alterserscheinung, sondern sorgten mit ihrem großen Auftritt in der Messehalle für den Höhepunkt des Oldie-Marathons. Da war es zwar schon deutlich nach Mitternacht, aber die Traumzeit-Fans feierten dann noch mit den Thüringer Originalen wie Bernd W. Wuttke, dem begnadeten Grönemeyer-Interpreten, oder Andreas Marius-Weitersagen, den immer wieder durch seine Stimme und die ganze Performance überzeugenden Westernhagen-Doppelgänger, sowie mit der Weimarer Kult-Formation "Rest of best", die demnächst auch wieder als musikalische Botschafter Thüringers bei den Olympischen Spielen glänzen werden. 


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